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Schätze des Inneren

Seitenschiffe
Wappen
Altar
Fenster

Seitenschiffe

Altar in der Winterkirche

Die Seitenschiffe an der Nord- und Südseite sind jeweils mit einer Empore ausgestattet. Emporen samt darunter liegendem „Untergeschoss“ waren einst mit Trennwänden und eigenem Zugang versehen. Jeder der zahlreichen Gutsbesitzer hatte seinen eigenen Bereich. Noch heute finden sich Spuren davon, zu denen auch kleine Unterschiede bei der Gestaltung der Rundbögen gehören. Auf der Südempore fällt eine größere Loge auf, die offenbar den von Bredows vorbehalten war. Unterhalb dieses „ Bredowschen Chors“ wurde 1931 eine in sich geschlossene Winterkirche eingerichtet, die gleichzeitig als Gemeinderaum dient. Das nördliche Seitenschiff ist offen, war aber durch jahrelanges Eindringen von Feuchtigkeit weitgehend zerstört, bevor es 2011 - 2013 wieder hergerichtet werden konnte, allerdings ohne das Gestühl. [mehr]
Die Brüstungen der Emporen mit Arkadenabschluss zieren die Wappen der Pessiner Herrschaften derer von Knoblauch und deren Ehefrauen wie das Wappen der Pauline von Bardeleben (* 1811; † 1884 - Namenspatronin der Gemeinde Paulinenaue), Marie von Platen, Caroline von der Hagen, Gertrud von Zieten (* 1835; † 1920), Luise von Winterfeld, Katharina von Plessen sowie das Wappen derer von Karstedt. Das älteste Wappen stammt laut Inschrift von 1755, alle Wappen wurden um 1900 erneuert und um 1970 farblich aufgearbeitet. Im Gegensatz zu den Wappen derer von Knoblauch an den Emporen zierte das Familienwappen derer von Bredow einst die Deckenmitte, es wurde jedoch in den 50iger Jahren des 20. Jahrhun- derts bei Umbauarbeiten entfernt. Der Förderverein Dorfkirche Pessin sorgte dafür, dass das Wappen des damaligen Kirchenpatrons und die insgesamt acht Engel 2013 rekonstruiert wurden.
An der Brüstung der Westempore ist ein Schriftzug erkennbar, womöglich ein Bibelzitat wie an der Ostempore, der jedoch um 1970 überstrichen wurde.

 

Wappen entlang der Emporenbrüstung

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Familienwappen

Wappen derer von Knoblauch
(Quelle: Wikipedia)
Wappen derer von Bredow
(Quelle: Wikipedia)
Wappen derer von Winterfeld
(Quelle: Wikipedia)
Wappen derer von Karstedt
(Quelle: Wikipedia)
Wappen derer von Plessen
(Quelle: Wikipedia)

Kanzelaltar

Kanzelaltar mit östlicher Empore

- links der Patronatsstuhl und rechts das Harmonium

An der Ostseite des Mittelschiffes befindet sich ein stattlicher Kanzelaltar, der bis zur Decke des Kirchenschiffes reicht. Die Schnitzarbeiten sind ein Werk des Meisters Witte zu Brandenburg an der Havel um 1700. Der Kanzelaltar ist verbunden mit der öst- lichen Empore, welche gegenüber den nördlichen und südlichen Emporen niedriger gehalten ist und womöglich anstelle einer Apsis eingezogen wurde, die noch im Vorgängerbau vorhanden war.
Die Apostel Petrus und Paulus rahmen die Predella ein, eine Etage höher findet man in der Mitte stehend Moses. An seiner Seite zwei Apostel, links Johannes und rechts Matthäus. Darüber folgt nun die Kanzel, deren azurblau gehaltener Schalldeckel durch zwei Engelsköpfe und den Stern von Bethlehem verziert werden. Auf dessen Oberseite finden die goldenen Verzierungen in Form von Flammen ihren Abschluss; sie umgaben einst den Auferstanden (nicht mehr vorhanden). In Gold gehaltenes Weinlaub umrankt die gewundenen Säulen zwischen Altar und Kanzel.
Nördlich des Kanzelaltars steht ein noch um 1900 so bezeichneter Beichtstuhl, der möglicherweise auch als Patronatsstuhl diente. An dem Gestühl sind die Aufbauten noch erkennbar und auch die Bibelsprüche deuten die Funktion als Beichtstuhl an. Dessen vordere Brüstung entspricht der des Kanzelaltars, was die Vermutung aufkommen lässt, dass er ebenfalls ein Werk des Meisters Witte ist. [mehr]

 

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Der Kanzelaltar, seine Figuren und der Patronatsstuhl

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Fenster

Die hohen Fenster sind wie die Brüstungen der Emporen in den Seitenschiffen mit Stichbögen geschlossen. Die äußere Fensterform des Kirchenschiffes ist schlichter Barock im Gegensatz zum Glockenturm, dessen Turmöffnungen klare gotische Bögen haben.

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Pessiner Kirchenfenster

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Verloren gegangenes

Neben der ältesten Glocke und einer Glocke von 1867 im Glockenturm sind auch die im Februar 1848 erbaute Orgel des Wittstocker Orgelbaumeisters Friedrich Hermann Lütkemüller (* 1815; † 1897), zwei einfache bronzene Deckenleuchter und der Auferstandene (Engel mit Fahne, welcher den oberen Abschluss des Kanzelaltar bildete), nicht mehr vorhanden.

Postkarte ca. 1910 mit Deckenleuchter und dem Auferstandenen auf dem Altar